7. Wirtschaft und Kultur

7.1 Bodenschätze

Als das Hügelreich kurz vor dem Ende des ersten Zeitalters von Moch erschaffen wurde, tat er das unter Einbeziehung von Teilen der Landschaft, welche von ihm in die neu manifestierte Enklave im Totenreich "kopiert" wurden. Dann umgab er diese Teile mit den bekannten Barrieren.
Aus dieser Herkunft etlicher Teile des Hügelreiches resultieren auch die vorhandenen Bodenschätze. Insbesondere das magische Metall (cnoceuraw = Hügelgold), sowie den Monyx (gormcloch = blauer Stein) gibt es so reichhaltig, dass sie an manchen Stellen im Tagebau zu gewinnen wären, wenn jemand Interesse daran hätte.

7.1.1. Die Rolle des Eisens

Tuach na Moch haben eine schwere Eisenallergie. Das Metall "verbrennt" den Hügelvölkler nicht sofort, es wirkt eher schleichend. Angerichteter Schaden kann nur natürlich geheilt werden und nicht mittels Zeitmagie. Ist ein Tuach na Moch dem Metall über einen längeren Zeitraum ausgesetzt, so stirbt er. Nur die direkte Berührung verursacht diesen Schaden. Die Menschen hüten sich normalerweise, einem Tuach na Moch auf diese Art Verletzungen zuzufügen oder ihn gar zu töten, denn die restlichen Hügelvölkler könnten das spitzkriegen und dann...

7.2 Berufe/Fertigkeiten

Die Berufe der Tuach na Moch entsprechen ihren Pendants auf Magira (Natürlich wird man keinen Schmied finden, der Eisen bearbeitet...).

Hervorzuheben wären folgende Besonderheiten:

- Giftkundige

In der Regel Heiler, die sich besonders gut auf die Herstellung von Giften und Gegengiften aller Art verstehen. Dies schließt die Verwendung von Giften als Heilmittel ein.

- Beobachter (sledydd)

Sie sind die Spione des Hügelreiches. Ihre Aufgabe ist es, alle relevanten Ereignisse innerhalb des Hügelreiches oder auch auf der Oberwelt in Erfahrung zu bringen - zu „beobachten“ - und dem Hügelprinzen davon zu berichten. Das kann politische oder kriegerische Aktivitäten umfassen, oder auch nur den neuesten Klatsch, eben was den Prinzen gerade interessiert.

Während der Pubertät tritt bei einigen wenigen Tuach na Moch eine sehr seltene magische Begabung zutage: sie sind in der Lage, mit den unterschiedlichsten Tieren empathisch zu kommunizieren. Meist kristallisiert sich dabei eine Tierart heraus, mit der eine Kontaktaufnahme besonders gut funktioniert. Diese Art der Kommunikation erfordert auch von den Begabtesten äußerste Konzentration und kann nur auf freiwilliger Basis auf beiden Seiten stattfinden. Niemals wird ein Hügelvölkler dabei einem Tier seinen Willen aufzwingen können.
Diese Begabung prädestiniert diese Mocha geradezu für Spionage-Tätigkeiten, denn man weiß nie, ob nicht vielleicht gerade das hauseigene Schmusetier gegen einen arbeitet…

Mocha, die eine solche Begabung besitzen, werden noch einige Jahre in weiteren Disziplinen unterrichtet werden, die sie für ihre Aufgaben fit machen sollen. Eine besondere Schule für Beobachter gibt es nicht. Sie werden bei unterschiedlichen Lehrmeistern ausgebildet, u. a. auch im waffenlosen Kampf bei den Fianna, grundlegenden Kenntnissen über das Überleben in der Wildnis und das unauffällig bleiben (tarnen), sowie Kenntnisse über das Öffnen von Hügeltoren und das Leben in der Oberwelt, für diejenigen, die außerhalb des Hügelreiches eingesetzt werden.

Es werden einseitige "Beobachtungstore" zu neuralgischen Punkten der Oberwelt aufrechterhalten, durch die die Beobachter ihre Aufgabe erfüllen können. Es werden jedoch auch „stichpunktartige" Beobachtungstore zu allen möglichen Orten auf Magira geöffnet.

- Brauer, Mälzer, Brenner:

Abweichend von den normalen Vertretern ihrer Zünfte, verstehen es besonders zeitmagisch ausgebildeten Personen, alkoholische Getränke "künstlich" altern zu lassen. Besonders Begabte vermögen das berühmte, berüchtigte Hügelblut herzustellen. Der Legende nach ist es den Tuach na Moch möglich, aus einfachem Heide- ein Starkbier zu brauen.

- Geschichtenerzähler

Geschichten werden oft mündlich überliefert. Es handelt sich meist um Sagen und Legenden der Tuach na Moch aus dem ersten Zeitalter, allerdings werden auch Geschichten Magiras gern festgehalten. Diese Geschichten werden von Generation zu Generation der Erzähler weitergegeben. Geschichtenerzähler haben eine angesehene Position im Volke inne und sind hoch geehrte Persönlichkeiten, die oftmals auf gleicher Stufe mit den Ältesten und Weisen stehen. Nicht selten werden Erzähler in hohe Ämter erhoben. In den Geschichten steckt oft mehr als es beim ersten Hören den Anschein hat. Viele Gesetze und Gewohnheiten der Tuach na Moch begründen sich in diesen alten Legenden oder spiegeln sich darin wieder.

- Narren

Der Narr ist der Spaßmacher, aber eigentlich derjenige, welcher durch seine Späße auf Missstände hinweist, ohne dass jemand beleidigt wird (oder werden soll). Sein Humor ist meist sehr zweideutig. Oftmals wird bei kleineren Zwistigkeiten eher ein Narr zu Rate gezogen als ein Richter (jeder zieht sich den Schuh an, der ihm passt...)

- Barden

Die Barden sind den Geschichtenerzählern nahe verwandt. Tatsächlich gibt es Personen, die beide Professionen innehaben. Manche von ihnen singen nur oder spielen nur Instrumente, jedoch sind die, welche beides können, in der Mehrzahl. Geschichtenerzähler, Narren und Barden sind unantastbar, wer ihnen Leid antut ist des Todes (Wenn sie selbst auch meist auf eine leichtere Bestrafung plädieren...).

- Coden ledydd = Münzseher

7.3 Das Währungssystem

Da das Hügelreich eine Enklave ist, bräuchte es eigentlich kein eigenes Münzsystem. Aber genauso wie die Tuach na Moch eigentlich nicht essen müssen, es aber trotzdem tun, haben sie ein Währungssystem beibehalten, obwohl sie es eigentlich nicht bräuchten.
Das Münzsystem besteht aus 7 hölzernen Münzsorten, benannt nach den 7 Städten: As Dhai (ist natürlich die wertvollste), As Goria, As Falia, As Finia, As Muria, As Caen, und As Bach.
Dieses Holz wird von den sog. "Münzbäumen" (coden bathu) gewonnen. Diese Bäume sind durch Zeitmagie nicht zu beeinflussen, denn sie besitzen eine ihnen eigene Aura, die nur durch natürliches Wachstum entstehen kann. Versucht man das Wachstum der Bäume magisch zu beschleunigen, verliert das Holz seine Aura und es entsteht Falschgeld.
Der Grund, warum Tuach na Moch diese Münzen immer wieder herstellen müssen, ist folgender: Die Münzen haben eine begrenzte Lebensdauer und können ganz plötzlich verschwinden!!!
Es gibt im Hügelreich auch die extrem seltene, aber besondere Begabung, die verbleibende Lebensdauer der Münzen zu erkennen. Hügler mit diesen Fähigkeiten werden "Münzseher" (Coden ledydd) genannt.
Dieses Talent kann natürlich sowohl zu ehrlichen, als auch zu unehrlichen Zwecken genutzt werden, - und das ist extrem schwierig zu erkennen!!!

7.4 Grußformen

Gruß Aussprache Bedeutung
Begrüßung unter Freunden, eher leger
maith aistear ma aschter Abschiedsgruß
maith lá ma lå guten Tag
Moch dhuit Moch duit höflicher Gruß, Abschied für kurze Zeit
oích mhaith che wa gute Nacht

 

7.5 Feiertage

Die Tuach na Moch feiern viel und gerne und benötigen im Allgemeinen keine Gründe, dies zu tun. Doch gibt es auch Feiertage, die sie zu Ehren ihrer Götter begehen.

- Gwuledda (Nacht vom letzten April- auf den ersten Mai-Tag)

Wird zu Ehren Mesg gefeiert, bei dem um Feuer getanzt wird und berauschende Speisen und Getränke zu sich genommen werden. Das Fest endet immer orgiastisch, - zumindest für jene, die dazu noch in der Lage sind.

- Samhain (Nacht vom letzten Oktober- auf den ersten November-Tag)

Samhain ist der höchste Feiertag im Hügelreich. Er wird zu Ehren Mochs begangen, als Dank für die Errettung des Hügelvolkes. Auch an diesem Tag und insbesondere in der Nacht wird viel gegessen und getrunken. Da die Hügeltore in dieser Nacht besonders durchlässig sind, gehen manche Tuach na Moch nach Tir Thuatha, um dort Schabernack mit den Menschen zu treiben. Böse Zungen behaupten, sie täten dies als Revanche dafür, dass die Thuatha jetzt dort leben, wo einst die Tuach na Moch im vergangenen Zeitalter einmal gelebt haben. Andere wiederum sagen, sie täten dies, weil sie den thuathischen Brauchtum mit den Katzenschädeln (siehe Anhang) abstoßend fänden. Vielleicht tun sie es aber auch nur, weil es ihnen einfach im Blut liegt und Spaß macht. Im Gegensatz zu früher werden an Samhain keine Geschenke mehr gemacht (siehe Cabwdl).

- Cabwdl (38 Tage vor Samhain)

Ein besonderer Feiertag ist „Cabwdl“, der „Geschenk-Tag“. Vor langer Zeit gingen die Tuach na Moch an die Oberwelt, um für Samhain schöne Dinge zu sammeln. Oft stellten sie allerdings fest, dass sie viele unnütze Dinge oder aber zuviel gesammelt hatten und verschenkten diese, „hokum“ genannt, an ihre Freunde.
Seitdem wird 38 Tage vor Samhain ein Geschenktag eingelegt, an dem jede Menge Unnützes oder Kitschiges verschenkt wird. Manchmal werden auch Oberweltler beschenkt, was jenen jedoch nicht immer zum Vorteil gereichen muss. So kann es vorkommen, dass wertvolle Grabbeigaben den Besitzer wechseln, oder aber Gegenstände plötzlich beim Nachbarn auftauchen.

 

 

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Stand:30.09.2010