1. Geschichte/Historie
Die Geschichte des Hügelvolkes bis zum Verschwinden von Magira
Airdhust, die Mutter allen Lebens, verdreifachte sich zu Anbeginn aller Zeiten und gebar in dieser dreifachen Gestalt jeweils drei Kinder, die nacheinander in Gruppen von dreien die Herrschaft über die Welt antreten sollten.
Über die erste Zeit, die Midhiadachdh oder Vorzeit, herrschten die Kinder der Luft: Misg, auch Mesch genannt, Moch und Anamoch. Sie, die sie Wesen aus Gedanken erschaffen können sind die Erfinder des Spieles und des Spielens, der Zauberei und der Künste.
Misg ist ein Naturgott, aber auch der Gott der Musik, des Tanzes, der Ekstase und der groben Sinnlichkeit.
Moch, dem König der Toten, die wiedergeboren werden, steht Anamoch als Gemahlin zur Seite, die Trösterin im Unglück. Ihr Gesang lockt Menschen in andere Welten und erweckt Todessehnsucht.
Als die Kinder der Luft von Traidhiu, Cridien und Nasgadh, den Kindern des Wassers, gestürzt wurden rettete Moch die Geschöpfe des vorigen Zeitalters und machte sie zum stillen Volk, zu den Tuach na Moch, den Kindern von Moch, dem Hügelvolk. Ihnen gewährte er Zeitlosigkeit, relative Unsterblichkeit (siehe 12.4) und schuf ihnen in seinem Reich der Toten Enklaven, um ihr Fortbestehen zu gewährleisten. Die so genannte relative Unsterblichkeit, beinhaltet einen Stopp des Alterungsprozesses. Zwar kann ein Tuach na Moch immer noch durch äußerliche Gewalt oder aber durch schwere Krankheit zu Tode kommen, jedoch nicht mehr durch Altersschwäche. Es sei denn es ist dies sein persönlicher Wunsch. Eine Gnade, um die die Tuach na Moch von vielen Völkern glühend beneidet werden.
Abgegrenzt, wenn auch nicht abgeschlossen von der Welt der Kinder des Wassers, existieren die Geschöpfe der Vorzeit weiter. Hin und wieder besuchen die Schützlinge Mochs die zweite Welt, das jetzige Zeitalter, und betrachten die Wesen, die hier leben. Sie sind auf seltsame Weise fasziniert von ihnen, und manchmal nehmen sie Personen mit in ihr Reich oder lassen sie an ihrem Leben teilhaben. Leider übersehen sie, dass die Wesen des zweiten Zeitalters zeitgebunden sind und so kann es ab und an geschehen, dass ein Gast der Tuach na Moch nicht wieder in seine Zeit zurückfindet.
Manche behaupten auch, das Hügelvolk würde dies mit Absicht tun, um ihren absonderlichen Sinn für Humor zu befriedigen.
Da das Hügelvolk während der Herrschaft der Kinder der Luft geboren wurde, zeichnet es sich durch für Menschen schwer nachvollziehbare Charakterzüge aus. Die Tuach na Moch sind zwiespältige Wesen, wie es auch die Kinder der Luft sind: Sie erfüllen den Menschen Wünsche, allerdings nicht ohne dafür Gegenleistungen einzufordern oder die Begehren der Menschen sehr eigenwillig auszulegen.
Im Anhang dieser Enzy, befindet sich eine Erzählung, welche diese Geschichte noch einmal verdeutlicht und in unterhaltsamerer Form wiedergibt.