9. Götter

Die Götter der Tuach na Moch sind Moch, Anamoch und Mesg, die Götter des Totenreiches. Das Hügelvolk steht diesen Göttern jedoch vielleicht etwas näher als die Menschen, und sie sehen sie natürlich auch etwas anders.

9.1 Clanwhya

Clanwhya, welche in Tir Thuatha Airdhust genannt wird, ist die Mutter der Kinder der Luft. Das Hügelvolk weiß um ihre Existenz, verehrt sie aber nicht, da sie letztendlich für das Vergehen des letzten Zeitalters verantwortlich ist.

9.2 Moch

Der Herr des Todes.

Moch hat keine feste Gestalt, an der er erkannt werden könnte. Er erscheint als genaues Abbild des Gestorbenen, nur mit einer unnatürlichen Blässe. Wenn Moch auftaucht, ohne jemanden zu holen, tritt er in einer Form seiner Wahl auf. Allerdings ist diese Gestalt immer männlich, denn immerhin ist er Clanwhyas Sohn.

9.2.1 Heilige Stätten

Es gibt keine Tempel als solche im Hügelreich, aber heilige Stätten (z.B. Moch Cadair, Steinkreise und Hügel). Wie auch in der Oberwelt gibt es im Hügelreich Steinkreise; die in der Oberwelt sind Überbleibsel des letzten Zeitalters der Kinder der Luft.
Der Ursteinkreis, auf dem der Legende nach Airdhust Tir Thuatha aus einem großen Kessel erschuf, existiert sowohl im Hügelreich als auch in Tir Thuatha. Keiner weiß jedoch, wo dieser Steinkreis sich befindet, und nicht jeder kann dorthin.

9.2.2 Der Tod

Natürlich ist Moch der Herr des Todes, jedoch hat er mehrere Helfer (Diener, Inkarnationen), welche verschiedene Aufgaben erfüllen. Als da wären:

- Der Natürliche, leichte Tod. Hawdd-tranc.

- Der Gewaltsame Tod. Trais-tranc.

- Der Kindstod. Mebyd-tranc.

- Der Siechende Tod (Seuchentod). Haint-tranc.

Alle diese Inkarnationen erscheinen denjenigen, deren Todesart der Aufgabe des Helfers Mochs am nächsten kommt. Nur magisch Begabte und Tuach na Moch werden vom Herrn des Todes persönlich geholt (oder auch nicht...)

Der Natürliche Tod: Hawdd-tranc

Er/Sie erscheint als hagere, lächelnde Gestalt in einem Totenhemd in grün und braun, da auch Tuach na Moch in einem solchen aufgebahrt werden. Er spricht mit leiser aber bestimmter Stimme, die den Sterbenden Mut zuspricht und reicht ihnen die Hand.

Der Gewaltsame Tod: Trais-tranc.

Taucht natürlich während einer Gewalttat auf. Er/Sie hat die Erscheinung eines mit einer Doppelaxt (Mondaxt?) bewaffneten, gerüsteten Kriegers mit grauenhaften Kampfwunden, verfügt jedoch über ein unendlich trauriges Gesicht. Er stellt sich über den Gefallenen/Getöteten und verteidigt ihn scheinbar gegen weitere Angriffe (denn es ist ja eh´ zu spät...). Dann schlägt er ihm zum Abschluß die Axt in die Brust und führt ihn gen Totenreich. Nach diesem Schlag erfüllt den Getöteten eine unendliche Ruhe.

Der Kindstod: Mebyd-tranc.

Hat die Gestalt eines jungen, in Lumpen gehüllten Kindes mit großen, uralt wirkenden Augen und holt auch nur Kinder. Einzige Ausnahme: Er/Sie erscheint auch den Narren. Seine/Ihre Erscheinung ist androgyn.

Der Siechende Tod: Haint-tranc.

Eine hagere Figur mit tief in den Höhlen liegenden Augen und zerfetzten Kleidern. Oftmals ist sein/ihr Körper mit Ausschlag oder Pusteln bedeckt, abhängig von der Art desjenigen, den er/sie holen soll. Er/sie spricht mit flüsternder, schwerer Stimme und geht mit schleppenden, schweren Schritten. Die ersten und einzigen Worte, die er/sie zum Gestorbenen spricht sind: "Dein Leiden ist beendet!" Dann winkt er seinem "Opfer", ihm zu folgen.

9.3 Anamoch

Sie ist die Trösterin im Unglück, die Göttin des Mitgefühls. Ihr Gesang erweckt Todessehnsucht und lockt ihre Zuhörer in das Totenreich. Nicht jeder kann so einfach das Totenreich betreten, sondern Anamoch wählt, wer hinein kann. (In Begleitung eines Tuach na Moch kann eine Person auch ins Hügelreich gelangen.) Sie erscheint als Idealbild einer Mutter oder einer ratgebenden Schwester. Ihre Stimme ist unwiderstehlich, oftmals wird ihr Gesang begleitet von einem Flötenspiel. Manche glauben auch einen Flötenspieler gesehen zu haben.

9.4 Mesg

Er ist ein Naturgott, der Gott der Musik und des Tanzes, des Rausches und der Ekstase, der Sinnlichkeit und des Sex, des Geschichtenerzählens und der Lügen. Er wird von den Dieben besonders verehrt.
Auch Mesg erscheint in verschiedenen Inkarnationen:

- Als Gott der Musik und des Tanzes erscheint er als Barde oder Tänzer
- Als Gott des Rausches und der Ekstase sieht man ihn als Trunkenbold oder berauschter Philosoph
- Als Gott der Sinnlichkeit und des Sex erscheint Mesg als attraktive, verführerische Frau, - oder Mann
- Als Geschichtenerzähler erscheint er in seiner Inkarnation als Gott des Geschichtenerzählers und der Lügen

Die körperliche Vereinigung, sprich Sex, wird von Mesg mit Wohlwollen betrachtet und gilt als dessen Verehrung. Man nennt ihn deswegen auch "den Gott mit den tausend Augen".

 

 

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Stand:30.09.2010