3. Flora und Fauna
Für Menschenaugen existiert im Hügelreich eine eigenartig anmutende Tier und Pflanzenwelt.
Diese Seltsamkeit rührt von ihrem scheinbaren Alter, denn einige der Geschöpfe, sind Wesen einer längst vergangenen Welt. Kreaturen und Pflanzen, welche auf Magira schon längst verschwunden, ausgestorben sind, hier existieren sie immer noch.
3.1 Cllygath
Die Katze hat im Hügelreich einen besonderen, ja beinahe „heiligen“ Stellenwert. Auf ihrer Stirn tragen diese Tiere ein Mal, das einem geschlossenen Auge ähnelt. Der Legende nach soll sich dort tatsächlich einmal ein drittes Auge befunden haben.
3.2 Der Bandawicc
Ein kleiner, flinker Geselle von schlammbrauner Farbe. Sein Fell ist glatt und so kurz, daß es einen feuchten Schimmer widerspiegelt. Die Vorderpfoten gleichen schaufel-artigen Fortsätzen, die Hinterpfoten sind mit je 4 scharfen Krallen ausgestattet. Der größte bisher erspähte Bandawicc war 3 Handspannen lang. Die Augen sind kaum zu erkennen, die Ohren klein, rund und von einer feinen Haut überzogen. Die Schnauze ist spitz zulaufend, ohne erkennbarer Nase. Der Bandawicc verfügt über vier starke spitze Zähne, die selbst manches Gestein zermalmen können. Unterirdische Quellen und Wasserläufe sind sein Lebensraum. Daher sind Gegenden, in denen ein Bandawicctunnel ausgegraben wird, günstig für weitere Wasserversorgung von Dörfern und Städten. Da der Bandawicc ein festes Tunnelsystem gräbt, kann es allerdings zu mutwilligen Zerstörungen der von Menschen angelegten Kanäle kommen. Daher: Nie durch einen Tunnel einen Brunnen graben!
Bei Menschen, die nicht von ihrem Denken abzubringen sind:
"Er ist eigen wie ein Bandawicc"
3.3 Nebelmistel
Bis zu mannshohes, grünes Gewächs, mit schmalen, gezackten, spitz zulaufenden Blättern, an deren Enden tautropfenartige Früchte sind. Diese im Schatten wachsende Pflanze läßt bei Berührung die Enden aufplatzen und verströmt einen nebelartigen Rauch, der die Sinne täuscht. So mancher Wanderer kam des Nachts im Wald um, desorientiert durch den plötzlich aufkommenden Nebel und der zusätzlichen Orientierungslosigkeit. Geister- und Dämonensichtungen sind im Waldgebiet daher nicht unbedingt richtig.
Ein Mensch, dessen Phantasie übertrieben ist:
"Er steht in einer Nebeldistel"
3.4 Cachu Baum
Einer der gigantischen Bäume der Wälder. Sie stehen oft in Gruppen von 3 und mehr dicht beieinander. Die Kronen und die Zweige berühren sich immer. (Wichtig für Wanderer: Es ist Abstand zu nehmen von Bäumen, durch deren Kronen kein Licht fällt!) Die Stämme sind kahl, mit lederartiger Rinde. Die Blätter sind von dunklem Grün. Es heißt, der Cachu Baum greife Wanderer und größeres Getier mit langen Ästen vom Boden auf, hinauf gen Himmel, und hält das Opfer bis zum Tode so fest stranguliert, daß es keinen Laut von sich geben kann. Waldplätze, an denen Knochen oder Ausrüstungsgegenstände im Laub liegen, werden deswegen oft gemieden.
"Liegt es unten schau nach oben"
3.5 Mondvogel
Eine der wohl schönsten Kreaturen des Hügels. Mit nur einer Handspanne Größe ist er dennoch durch sein strahlend silbernes Gefieder vom geschulten Auge sichtbar. Sein Lebensraum ist ohne Ausnahme der Waldrand. Seinen Namen erhielt er nicht nur durch die Farbe seines Gefieders, als vielmehr auch durch seinen süßen Gesang in der Vollmondphase. Nicht nur Verliebte lieben dem Klang seiner Stimme zu lauschen, auch Wächter und Soldaten, da dieser kleine Sänger mit seiner Melodie verkündet, daß alles ruhig ist und keinerlei Gefahr droht.
Ein lieber Gruß an einen Freund:
"Möge der Mondvogel Dein Leben besingen"
3.6 Echon
Ellengroße Echse mit rötlicher Haut. Frißt Kleintier und Insekten. Erfahrene Jäger und Wanderer nennen sie Nor-Echse, da sie ihren Zufluchtsbau immer in norlicher Richtung ausgelegt haben, und so schon manch vom Wege Abgekommenen wieder halfen, die Richtung neu und schnell zu bestimmen. Fangen sollte man diese flinken Gesellen nicht, da ihr Biß erstaunlich schmerzhaft ist und böse Eiterungen mit sich bringen.
Mensch mit böser Zunge:
"Er hat den Echonbiß"
3.7 Gorrowinn
Großer Greif mit einer Spannweite bis zu 3 Fuß. Jäger und Aasfresser, sehr scheu. Auffallend sind neben dem weiß-grauen Gefieder die rötlichen Schwanzfedern und die Haube in der gleichen Farbe. Einen Gorrowinn gleiten zu sehen verspricht Erfolg bei der Jagd, und ist ein so anmutiges Schauspiel, daß man ohne weiteres glauben mag, er sei der Herr der Lüfte. Die Feder eines Gorrowinns verspricht ein gutes Leben und die Feder neben der Lagerstätte kräftige Nachkommen.
Einen Gorrowinn zu töten ist schändlich und bringt lebenslanges Pech.